Der Social Day der Firma EMS führte ein zehnköpfiges Team am 14. November in das FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat-Gebiet) rund um den Deininger Weiher – ein besonderes Moorgebiet, das nach der Eiszeit entstanden ist. Einst ein verlandeter See, zeigt es heute die charakteristische Vielfalt verschiedener Moortypen: vom artenreichen Kalkflachmoor bis hin zum Hochmoor, das aufgrund seines fehlenden Anschlusses ans Grundwasser zwar nährstoffarm, aber hoch spezialisiert ist. Partnerorganisation des Tages war das Landratsamt München, Fachbereich 4.4.3 für Naturschutz, Erholungsgebiete, Landwirtschaft und Forsten. Die Organisationseinheit trägt im Landkreis die Verantwortung dafür, Natur und Artenvielfalt zu bewahren, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft zu fördern und sensible Lebensräume langfristig zu schützen.
Pünktlich traf sich das EMS-Team am Parkplatz des Waldhauses am Deininger Weiher. Dort wurden sie von Herrn Wagner sowie einem ehrenamtlichen Kollegen begrüßt. Nach einer kurzen Einführung begann der Fußmarsch in Richtung Flachmoor.
Dort erhielten die Teilnehmenden spannende und fundierte Informationen über die Entstehung und Besonderheiten der Moorlandschaften, ihren ökologischen Wert sowie die Herausforderungen, die mit deren Erhalt verbunden sind.
Im Anschluss führte der Weg weiter in ein streng geschütztes Biotop, das für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich ist. Es folgte eine Einführung in den geplanten Einsatzort im Hochmoor – jener Bereich, der für den Social Day als Arbeitsfeld vorgesehen war.
Nach einer klaren Einweisung in die Tagesaufgabe legte das Team direkt los: Eine größere Fläche sollte entbuscht und von jungen Gehölzen befreit werden, die das Moor langfristig verdrängen könnten.
Die Arbeit fand in unmittelbarer Nähe eines beeindruckenden, umgestürzten Baumes statt, der der Landschaft eine besondere Atmosphäre verlieh. Das abgeschnittene Material wurde am Rand auf Haufen gesammelt. Diese werden bewusst vor Ort belassen, da sie langsam verrotten und in der Zwischenzeit vor allem Tieren wie der Kreuzotter wertvolle Rückzugsorte bieten.
Während der gemeinsamen Arbeit kamen alle gut miteinander ins Gespräch. Die Tätigkeit bot viele Gelegenheiten zum Austausch, sodass sich fachliche Informationen, Team-Building und Naturerlebnis ideal miteinander verbanden. Schon nach kurzer Zeit waren erste Erfolge sichtbar: Bereiche, die zu Beginn noch dicht bewachsen und beinahe einschüchternd wirkten, öffneten sich und gaben den Blick auf die typische Moorvegetation frei.
Der Social Day endete mit dem Gefühl, einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz geleistet zu haben – und mit der Erkenntnis, wie wichtig der Erhalt solch seltener Lebensräume für Mensch und Natur ist.
Kontakt für Social Day Anfragen: Carolin Winter, c.winter@gute-tat.de
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